Kinder- und Jugendseelsorge

Zu den Aufgaben von Pfarrern gehört auch die Kinder- und Jugendseelsorge. Wünschst du dir, mal mit einem Pfarrer zu reden, dann sprich ihn einfach in der Schule, nach dem Konfirmandenunterricht oder nach dem Gottesdienst an oder ruf/maile ihn an. Er ist auch für dich da!

 

Wenn du nicht weißt, wer für dich zuständig ist, dann kannst du bei Kirche-vor-Ort anrufen. Du kannst dort auch mit einem anderen Pfarrer Kontakt herstellen lassen. Es kann ja sein, dass du lieber mit einer Frau oder lieber mit einem Mann reden willst. Das ist okay. Es muss auch gar kein Pfarrer sein. Zum kirchlichen Personal gehören auch die Beschäftigten in der Jugendarbeit. Meistens sind das Pädagogen, die ausschließlich mit Jugendlichen arbeiten und sich sehr gut auskennen, was bei euch Jugendlichen gerade so los ist. Auch da helfen dir die Leute bei Kirche-vor-Ort weiter.

 

Du kannst mit allem kommen, was dir gerade auf der Seele lastet, z.B.

 

Wir freuen uns, wenn du mit deinen Anliegen zu uns kommst und hören dir gerne zu. Du kannst alles bei uns abladen. Und wir würden uns auch freuen, wenn wir dich dabei unterstützen dürfen, eine Lösung für dein Anliegen zu finden. Für Scham und Peinlichkeit gibt’s keinen Grund. Pfarrer und Gemeindepädagogen sind auch ganz normale Menschen und waren selbst auch mal Jugendliche.

Klar, dass alles vertraulich bleibt. Das Seelsorgegeheimnis gilt für sie auch gegenüber den Eltern.


Und was sagen wir den Erwachsenen dazu? Sie fragen sich, was der Sinn von Kinder- und Jugendseelsorge ist?

Wünschen Sie sich für Ihr Kind in einer schwierigen Lebenssituation eine seelsorgerliche Begleitung, sollte Ihr Ansprechpartner der Ortspfarrer sein. Unter Umständen kann es ratsam sein, dass ein anderer Pfarrer das Gespräch führt. In dem Fall kann man Ihnen bei Kirche-vor-Ort weiterhelfen und Ihnen einen Kollegen vermitteln.

 

Allgemein wird angenommen, dass sich Kinder veränderten Lebenssituationen sehr schnell anpassen und wegstecken können. „Kinder gewöhnen sich schnell“, heißt es dann. Sich gewöhnen heißt aber nicht, dass Kinder und Jugendliche nicht auch unter Veränderungen und Verlusten leiden, weniger Angst und Sorgen haben, nur weil Sie „das alles noch nicht verstehen“. Sie äußern ihre Angst und ihre Sorgen nur anders. Oft bleibt es von den Erwachsenen, die dann ja auch meist mitbetroffen sind und selbst "nicht verstehen", unbemerkt.

 

Hier sind Sie als Eltern oder Großeltern gefragt. Geben Sie Ihren jüngeren Familienangehörigen die Chance, Ängste, Befürchtungen, Sorgen und Zweifel in einem persönlichen Gespräch auszusprechen und mit Hilfe des Seelsorgers vor Gott zu bringen.
Laden Sie z.B. bei Trauergesprächen auch mitbetroffene Kinder und Enkelkinder zum Gespräch ein und überlegen Sie gemeinsam mit dem Pfarrer, wie Sie ihnen gerechte Rituale schaffen, um mit der schwierigen Situation umzugehen. Die Pfarrer beraten und begleiten Sie dabei gerne.

 

Bei kleineren Kindern sind auch die Erzieher in unseren KiTas kompetente Ansprechpartner. Bei älteren Kindern können Sie sich auch an die Battenberger Schulseelsorge oder an Gemeindepädagogen in der Jugendarbeit wenden. Kirche-vor-Ort hilft Ihnen, Kontakt herzustellen.